Hallo Alex, bitte erzähl uns mal kurz, von wo du kommst und wie alt du bist!
Bin da Alex Langer und bin am 21.April 1980 von Mama in Klagenfurt geboren worden.

Wie bist du zum Supermoto Rennsport gekommen? Deine Anfänge lagen ja im Dreck“ (Motocross)!
1998 hab ich mir eine LC4 400 gekauft und bin ewig auf der Strasse herumgegurkt und hab relativ schnell bemerkt, dass das Käse ist! Also ab ins Gelände und diverseste Wälder verwüstet. 2000 dann EXC 520, mit der man auch springen konnte. Dies bedeutete, ich muss auf die Motocrosstrecke und Rennen fahren. 2000 mein erstes MX Rennen und natürlich mit Abstand letzter. Danach hab ich viel trainiert und konnte 2001 während meiner Bundesheerzeit mein erstes MX Rennen in Italien gewinnen. 2002 bin ich dann das erste Mal auf einer Supermoto gesessen und auf Anhieb schnell gefahren. Von da an war ich mit dem SM Virus infiziert!!!!

Erzähl uns bitte, was du letztes Jahr denn so alles hergebrannt hast!
Jo also, da waren einmal der Herr Schrank Paul, welcher immer kräftigst am Kabel zog, wenn es um den Offroadteil oder irgendeinen rutschigen Part der Strecke ging. Am längeren Asphaltteil war ich a bisserl schneller. Da Karrer Martin hat mir bis zum Schluss Kopfschmerzen bereitet, weil ich einfach nie gewusst habe, ob er heute schnell oder langsam ist. Teilweise hat er mich hergebrennt, dass ich mich angeschissen hab und beim nächsten Race hab ich ihn nur am Vorstart und dann bei da geilen
„Noise Control“ nach dem Rennen wieder gesehen. Da Wolfi Ornik is mit sein neuen Moped auch nicht so richtig in Schwung gekommen und hat gegenüber seiner alten Maschine auch ein paar Sekunden verloren! Der „Karbonteufel“, Albert Weißhäupl, a extrem zaacher Hund, aber fair. Das ganze Moped voll mit Karbonteilen, soweit das Auge reicht. Er hat mir verraten, dass er alle Teile zu Hause in der Mikrowelle anfertigt, wenn die Freundin beim Einkaufen ist….

Den Prankl Gerhard braucht man auf der Rennstrecke ca. so dringend, wie eine leere Klopapierrolle bei Dünnschiss. Wenn der einmal hinter dir ist, dann gibt’s kein Lachen bis zur Zielflagge. Der Air Bert Anger hat sich für diese Saison mächtig schnell angekündigt, konnte aber wie eine kalte Packerlsuppe vom LIDL nicht überzeugen. Der schnellste Rohrverleger aus dem Burgenland, Franky Hafenscher, mit der Ex Schollar XR, mit der Mörder-700-Kubik-Turbine, konnte seinen LKW, Gott sei Dank, relativ gut auf Distanz zu mir halten (nach hinten versteht sich).

„Ol’n Dirty Lei konnte trotz 99.99kg purer Muskelkraft seinen Werksmurl nicht vor mir über die Ziellinie würgen. Trotzdem muss man dazu sagen, dass der gute Herr trotz seiner 49 Jahre so manch jungem Derby Umsteiger das Wasser reichen kann und er auf keinen Fall zu unterschätzen ist.

Deine Pläne für die heurige Saison?
In der heurige Saison werde ich in der Klasse S1 an den Start gehen. Trotz massiver Einwände von einem, mir bisher freundlich gesinnten Team (KHL-Racing), werde ich nun gegen sie antreten. Auf Höflichkeiten wird laut Aussage des Teamchefs ab nun verzichtet.

Das klingt ja gefährlich, mit welchem Bike wirst du dem entgegen wirken?
Ja, KTM 590. I kann nit mehr sagen. (da Alex hat ka Pensionsversicherung, dafür geht sei Kranksn ober mörder! Anm.d.R.)

Jeder der einmal Rennen bestritten hat weiß, dass das kein Kinderspiel ist, kannst du die Rennwochenenden eigentlich genießen, oder ist das alles harte Arbeit?
Die Rennwochenenden sind schon ziemlich anstrengend, aber dazu kommt auch noch, dass ja eigentlich schon fast eine Woche vorher die anstrengenden Vorarbeiten beginnen; wie einkaufen, Moped waschen, Moped leise machen, Moped hier
– Moped da….

Meistens wird schon am Freitagabend die Rennlocation abgecheckt und somit muss man samstags nicht so früh aufstehen, um anzureisen.

Administrative und technische Abnahme sind zeitweise schon etwas stressig. Wenn wieder wegen 0,2 dB, bei Sendlhofer’s Handgas, die Ohren vollgelabert werden.

Nach diesem Abschnitt des Wochenendes wird’s wieder etwas ruhiger

Was macht den SM-Sport so besonders für dich?
Ich finde die Kombination von 2 Sportarten sehr genial. Dann kommt auch noch das „Rutschen“ und „
Driften“ am Asphalt, was ja eigentlich etwas sehr supermototypisches ist.
Einfach krass, geil! (finden wir auch; Alta, Anm.d.R.)

Was treibst du außer driften sonst noch so?
Naja, in der Früh steh ich auf und würg aus der Filtertütenkaffeemaschine das schwarze Lebenselixier herunter und dann geht’s ab zum Schöpfen. In meiner Freizeit versuche ich meinen Computer zu quälen und meine Homepage am laufenden zu halten. Neben all dem sollte mein rollendes Einfamilienhaus (Motorhome) auch noch fertig gestellt werden. Nicht zu letzt gibt’s da noch meine Freundin Tamara und ihren Hund Puma. Zusammen wohnen wir mit unserer fetten Muschi (Katze 8kg) in Köttmannsdorf. 

Wie sieht es mit Musik und Frauen aus?
Beruflich zieht’s mich ja sehr zur Musik. Ich bin gelernter Klavierbauer, genau so wie meine Freundin Tamara. Wir arbeiten beide im Betrieb meines Vaters. Ja, die Frauen, was soll ich sagen. Mich hat’s vor 8 Jahren mit der Liebe erwischt und mein Luxusbody samt Waschbärbauch ist nicht mehr erhältlich!

Irgendwelche letzten Worte?
Meine letzten Worte kannst du hier verewigen, wenn ich das entweder selber nicht mehr kann, oder ich von jemandem mit einer Goldwing mit Geschirrspüler, oder einer Dominator hergebrannt werde.

Jo, Danke vielmals für das Interview und viel Erfolg in der heurigen Saison!

 

Facts:

Name:
Alexander Langer
Geburtsdatum:
21. April 1980
Gewicht: 72
Größe:
178
Beruf:
Klaviermacher und Mädchen
für alles Technische
Bike:
KTM
Ziele: In der Saison werde ich vorrangig
versuchen mich unter den ersten 15 (ui zaach)
der Klasse S1 zu plazieren. Ich werde hart
kämpfen und nicht in den Rückspiegel sehen.
Erfolge:
2002:
Supermoto Indorcup 5. Platz
           Erzberg Hare Scramble 104. Platz
           6 Stunden Enduro Fresach 5. Platz
2003:
Sumo ÖM Serienklasse 5. Gesamtrang
           Sumo Indoor Cup 3. Gesamtrang
2004:
Sumo ÖM Serienklasse 1. Gesamtrang
Homepage: www.motox.at